100 Jahre Novemberrevolution in Deutschland

Die Organisation Arbeit-Zukunft führt am Samstag den 10. November 2018 von 14-18 Uhr eine  Veranstaltungen zur Novemberrevolution im Frankfurter Saalbau Gallus  durch. Die KPD Hessen beteiligt sich an der Veranstaltung. Weitere Veranstaltungstermine s.u.

100 Jahre Novemberrevolution in Deutschland

100 Jahre Gründung der Kommunistischen Partei Deutschlands

100 Jahre Ermordung von Rosa Luxemburg und Karl Liebknecht

Vor 100 Jahren gärte es in ganz Deutschland. Soldaten verweigerten den Dienst und wendeten sich gegen ihre Offiziere, Arbeiter streikten zu hunderttausenden, Frauen gingen gegen den Hunger auf die Straße.

4 Jahre Krieg hatten unser Land ins Elend gestürzt. Weltweit wurden 18 Millionen Soldaten und Zivilisten dieses brutalen Krieges zwischen den verschiedenen imperialistischen Mächten.

Die Menschen hatten die Nase voll von Tod, Hunger, Elend. Sie hatten die Nase voll vom kapitalistischen System, dass sie unter nationalistischen Parolen in diesen Krieg gehetzt hatte.

Obwohl in der internationalen Arbeiterbewegung vereinbart war, im Falle eines Krieges gegen die Regierungen und den Krieg zu mobilisieren, brach die SPD-Führung diese Abmachung und stimmte den Kriegskrediten zu. Sie erhielt dafür Posten und arbeitete in der kaiserlichen Regierungs- und Kriegsmaschinerie mit. Kriegsgegner wie Rosa Luxemburg und Karl Liebknecht ließ die SPD-Führung in Zusammenarbeit mit der kaiserlichen Regierung inhaftieren.

Als am 3. November in Kiel die Revolution ausbrach und am 9. November in Berlin eine sozialistische Republik ausgerufen wurde, erklärte SPD-Führer Friedrich Ebert: Ich aber will sie nicht, ja, ich hasse sie wie die Sünde.“ Offiziell trat er als „Revolutionär“ auf, im Geheimen schmiedete er ein Bündnis mit den reaktionärsten Kräften des Militärs und des Kapitals zur blutigen Niederschlagung der Revolution.

In Deutschland fehlte eine klare, bewusste und erfahrene Kommunistische Partei, die diesem Verrat entgegentreten konnte. Auf Betreiben von Karl Liebknecht und Rosa Luxemburg wurde die KPD am 30.12.1918 gegründet.

Kurz darauf tauchten in Berlin Plakate auf: „Schlagt Liebknecht tot!“. Die SPD-Führung beauftragte das Militär und bezahlte reaktionäre Trupps, Liebknecht und Luxemburg „unschädlich“ zu machen. Am 15. Januar wurden die beiden Kriegsgegner und großen Revolutionäre ermordet.

Im Kampf gegen die Revolution gingen die SPD-Führer so weit, dass sie Berlin zum ersten Mal aus der Luft bombardieren ließen. Arbeiterviertel waren das Ziel der Bomben. Der „Volksbeauftragte“ für das Militär, Gustav Noske: „Meinetwegen, einer muss der Bluthund werden. Ich scheue die Verantwortung nicht.“

So wurde die Hoffnung auf ein Deutschland ohne Krieg und Kapitalismus im Blut erstickt.

Heute leben wir in einer Zeit der Aufrüstung und zunehmender Spannungen zwischen den imperialistischen Großmächten. Auch die deutsche Regierung plant eine massive Aufrüstung. Alles läuft Richtung Kriegsgefahr. Zugleich haben wir in einem der reichsten Industrieländer der Erde Billiglöhne, Sozialabbau, Bildungsmisere, Rassismus und Hass, Niedrigstrenten, Pflegenotstand usw.

Was können wir in dieser Situation aus den Ereignissen der Novemberrevolution lernen? Was können wir heute gegen Kriegsgefahr, Sozialabbau, Verelendung tun?

Über die Geschichte der Novemberrevolution und unsere Lehren daraus für heute sprechen wir auf den Veranstaltungen

Freitag, 21. September 2018 um 18:00 Uhr
Münzstr.3, bei Cari Arkadas, 30159 Hannover

Samstag, 22. September 2018 um 14:00 Uhr
Rottstr.30, 44793 Bochum

 

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